Review
The Twilight Sad, eine unserer absoluten Lieblingsbands, veröffentlichen am 06. Februar ihr bereits drittes Studioalbum mit dem Titel ‘No One Can Ever Know‘ auf FatCatRecords.
Nicht erst nach den ersten Durchläufen des kompletten Albums, auch schon mit den ersten Auskopplungen wie ‘Kill It In The Morning‘, ‘Sick‘ und ‘Another Bed‘ ist zu bemerken, dass die schottische Band andere Wege einschlägt.
Die ersten beiden Album ‘Fourteen Autumns und Fifteen Winters’ (2007) und ‘Forget the Night Ahead‘ aus dem Jahr 2009 sind noch voll mit dem düsteren, literarischen Sounds und den verzerrten Gitarrenwänden, die zusammen mit der Stimme von Sänger James Graham bis jetzt den eigentlichen The Twilight Sad Sound ausgemacht haben.
Das komplette Album hören Fans von The Twilight Sad demnach mit ein wenig Wehmut und man bemerkt, dass eingefleischten The Twilight Sad Hörern die atmospherischen Gitarrensounds von Gitarrist Andy McFarlane fehlen.
Das ist dann auch das einzige Manko, welches man diesem Album ankreiden kann, mit Unterstüzung von Ben Hillier und Andrew Weatherall hat man sich in einem Londoner Studio vermehrt an Sounds aus Analog-Synthesizer bedient.
Inspiriert durch Bands und Künstlern wie Magazine, Siouxie and The Banshees, Cabaret Voltaire, Autechre, Public Image Ltd. oder auch Nine Inch Nails wurde hier ganz gezielt ein Album in Richtung der alten New-Wave/Synth-Pop Klassiker produziert. Schön ist es dabei zu beobachten, wie nach dem Wegfall der Verzerrten Gitarrenwände die Synthesizer aber keineswegs überhand gewinnen, sondern eher die ausgeprägte Stimme von James Graham unterstützen und begleiten.
‘No One Can Ever Know’ ist auf jeden Fall von Anfang bis Ende ein durchdachtes, gut arangiertes Album, das mit seinen kühlen Sounds perfekt für eine Veröffentlichung im Februar passt und der Band einigen Schwung und viele neue Fans bringen wird.
Ähnlich wie auch das zweite Album der White Lies oder die Wandlung der Editors mit dem dritten Album in die Synthie-Richtung, können Sie Twilight Sad mit diesem eher massenkompatibleren Sound sich sicher sein, viele neue Fans zu erobern und sich auch mit der Größe des Bekanntheitsgrades auf eine Stufe mit anderen schottischen Acts wie We Were Promised Jetpacks oder auch Mogwai und The Frightened Rabbit zu stellen.










