Bei der 24-jährigen US-amerikanischen Künstlerin Lana del Rey, gebürtige Elizabeth Grant, verhält es sich ungefähr so, als stünde man vor der Entscheidung, zuerst die Literaturvorlage oder deren Verfilmung zu verinnerlichen.
Zweifelsohne ist Lana del Rey die musikalische Hoffnungsträgerin im Jahre 2012, wieder einmal diente Youtube als Karrieresprung, ihr selbstgeschnittenes Video ‘Video Games’ ist eine retrospektive Reise in die Vergangenheit der 60er mit über 22 Millionen Klicks, Platz 1 in den deutschen Charts, nun folgt ihr Album ‘Born To Die‘, welches heute erschienen ist.
Lenkt man den Blick nun auf Lana del Rey’s schönes Gesicht, springen primär ihre unnatürlich aufgepolsterten Oberlippen hervor und plötzlich ertönt Interpols Songzeile „You look so young like a daisy in my lazy eyes“ im Unterbewusstsein: eine Jugendsünde im Rauschzustand oder bloß ihr persönliches Verständnis von Ästhetik?
Künstliche Fingernägel, bauchfreie Glittertops, bling bling Schmuck sowie ihr sozialer Background können sicherlich Lager spalten, aber vielleicht liegt gerade in der visuellen Wahrnehmung Lana del Rey’s Reiz: in der Übertreibung liegt die Provokation, Oberflächlichkeiten zu überwinden, sie selbst lässt auf Facebook verlauten: „ Once I was lost-But now I am found.“
Ob nun Lana del Lolita, Lana del Retro oder einfach nur Lana del Rey: alles in allem geht es letztendlich um ihre Musik! Welch Wonne also, wenn uns der zarte Hauch ihrer Stimme so sehr berauscht, dass wir uns in einem zeitlosen Fenster wiederfinden, aus dem es sich allemal zu gucken lohnt.
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Lana del Rey – Video Games










