Was für ein toller erster Tag beim Highfield Festival 2012! Und es sollte noch besser werden, nicht nur das Wetter spielt mit – für manche gesehen, bei diesem bombastischen Spätsommer, auch verrückt.
Nach der Absage von Baroness, die nach dem tragischen Busunglück vor wenigen Tagen in England sich nun erholen müssen, begann der zweite Tag des Festivals am Störmthaler See mit A Wilhelm Scream, auch wenn die Band etwas “too early for devils music” war, heizten sie an diesem Samstag die große Green Stage mit ihrem Post-Punk/Hardcore in der brütenden Sonne bereits Mittags einigen hundert “Frühaufstehern” des Festivals ein.
Danach ging es ebenfalls auf der Mainstage mit der Kombo The Bots, die aus den Brüdern Mikaiah (18) und Anaiah (14!) bestehen und einen tollen Garage-Rock auf die Bühne zauberten, weiter. Bei den super knuffigen Teenies wünschen wir uns mehr Nachwuchsrocker dieses Kalibers – Luftgitarren raus! Auf jeden Fall eines der ersten unerwarteten Highlights diese Wochenendes!
Veto, The Crookes und die White Rabbits, Touché Amoré, Darkest Hour und Good Riddance bespielten zusammen den Nachmittag – vielleicht etwas undankbar, denn die meisten Festivalbesucher genoßen dann doch eher das kühle Naß im Störmthaler See.
Dispatch, von denen wir die erste Festivalshow in Deutschland erleben durften, animierten das Publikum mit ihrer musikalischen Vielfalt aus Rock, Reggae, Folk und Funk.
Zur Deutsch-Pop-Fraktion um Bosse und Jupiter Jones müssen wir nicht viel Worte verlieren, solide Auftritte mit einem nunmehr aufgeweckten und angeheizten Publikum!
Me First & The Gimme Gimmes, was soll man sagen schreiben, immer die perfekte Mixtur – schön, wenn man auf alle Lieder der Welt zurückgreifen kann. Hättet ihr gedacht, dass hier zu “Somewhere over the rainbow” und R.Kellys “I believe I can fly” abgefeiert wird? Es wurde! Laut wurde es dann auch bei den Broilers, die nicht nur mit “Tanzt du noch einmal mit mir?” zum tanzen und feiern animierten. So war es dann auch bei Kettcar, die man einfach nur ins Herz schließen muss – wenn das Frieden ist, brauchen wir keinen Krieg.
Als krönenden Abschluss stürmten die Beatsteaks aus Berlin die Bühne. Hätten wir es nicht besser gewußt, hätte man denken können, wir befinden uns mitten in Berlin – glattes Heimspiel für die Beatbouletten und so haben sie auch gespielt. Die Sinnigkeit des “Two Drummer Summer” ist uns leider nicht ganz aufgegangen, es wäre mit Sicherheit auch so eine tolle Show gewesen. Die Beatsteaks waren übrigens nicht die einzige Bande mit 2 Drumsets, auch die White Rabbits bedienen sich 2 Schlagzeugern, besonders bei unserem Lieblingssong ‘Percussion Gun’ ein durchschlagendes Argument!


























