FM Belfast sind keine Band im herkömmlichen Sinne, eher eine Gemeinschaft, eine Kraft, ein Freund. Man sollte die Gruppe nicht einfach als Lieferant einiger weiterer „mp3s, die nach Aufmerksamkeit verlangen“ abtun, sondern sie wie einen potenziellen Freund oder Geliebten behandeln, einen willkommenen Zuwachs im Leben, der einen so akzeptiert, wie man ist.
Anlass zur Bandgründung durch das Paar Árni Rúnar Hlöðversson und Lóa Hlín Hjálmtýsdóttir war der Song „Lotus“, ein Weihnachtsgeschenk für Freunde. Der nächste Schritt war, Árni Vilhjálmsson und Örvar Þóreyjarson Smárason in die Band aufzunehmen. Diese vier bilden nun der Kern von FM Belfast, live können dann aber gerne einmal bis zu 25 Menschen auf der Bühne stehen.
Zeit ihres Bestehens spielt die Gruppe mehr oder weniger ununterbrochen Konzerte. Das ist ihr mittlerweile möglich, da sie sich aufgrund ihres immer größer werdenden Erfolgs vollständig auf die Musik konzentrieren können. Obwohl sie sich auch sonst nicht zu langweilen bräuchten: Lóa ist eine Künstlerin und gefragte Illustratorin, Árni Rúnar versucht sich mit Hacken und Elektronik, Árni ist ein aufstrebender Komiker und Örvar schreibt Poesie und Prosa, wenn er nicht gerade Fußball spielt oder mit seiner anderen Band „Múm“ auftritt.
In den letzten vier Jahre verfeinerten die isländischen Elektropopper FM Belfast bei zahlreichen Konzerten ihre Kunst, eine Verbindung zum Publikum herzustellen und es zu euphorisieren. Man fühlt sich von der Band verstanden, im Club ebenso wie daheim. Ihre Musik ist rau und einladend, organisch und technisch, warm und unwahrscheinlich cool zugleich. Diejenigen, die sie bereits live gesehen oder ihr Debüt „How To Make Friends“ gehört haben, wissen, was das bedeutet. Sie werden von FM Belfast sprechen, als ob sie selbst Teil der Band wären.
Auf ihren Tourneen durch die durch die ganze Welt schlossen FM Belfast Freundschaften, sogen die Welt, Erfahrungen, Sounds und sich gegenseitig auf. All das floss in ihr neues Album „Don’t Want To Sleep“ ein, den würdigen Nachfolger ihres Debüts. Es bewahrt sich den Esprit des Vorgängers, wagt aber noch mehr. Noch immer umgibt FM Belfast ein unbekümmertes, heiteres Mitgefühl mit Rückgrat und Elan, eine fast aggressiv einladende Party. „Don’t Want To Sleep“ wird ihren Namen weiter hinaus in die Welt tragen, sich einen Platz in den Herzen neuer und alter Hörer sicher und wagt sich in Gefilde vor, die die Band bisher unerkundet lies. Es gibt langsame Songs und Introspektiven neben antreibenden Kampfansagen und potenziellen Tanzflächen-Workouts. Und viel Spaß natürlich. Stücke wie das wunderschöne „Noise“ und „We Fall“ strotzen vor Kraft und Rhythmus. Das subtile „Happy Winter“ fängt mit unterschwelliger Wärme die Essenz des überwältigenden isländischen Winters ein. „Vertigo“ verlockt und fesselt, „American“ tänzelt, galoppiert, es ist beinahe unmöglich, nicht mitzusingen. Selten bringt Dich ein Album zum Tanzen, das ebenso die Fähigkeit besitzt, Dich in den Schlaf zu lullen. Bei „Don’t Want To Sleep“ geht das, Du wirst einfach vom Tanzen träumen
Aufgenommen wurde es von der Band selbst, Gäste sind unter anderen Unnsteinn Manúel von Retro Stefson, Borko’s Borko und der Trompeter Eiríkur Orri Ólafsson
Don’t Want to Sleep von FM Belfast erschien im Juni auf Morr Music (World) und Kimi Records (Iceland).
| Datum | Stadt | Location | Land |
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04.06.12 |
FM Belfast in Berlin |
Astra | DE |
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