Endlich ist die lange erwartete DebĂŒtplatte „Shallow Bed“ erschienen. Sie hĂ€lt, was sich alle von ihr versprochen haben: Dry the River ist eine unglaublich gute Band, der mit diesem Album auf Anhieb der große Wurf gelungen ist. Die fĂŒnf Musiker wohnen gemeinsam in einem Haus in London. Das ist ein riesiger Vorteil, denn so waren die fĂŒnf in der glĂŒcklichen Lage, jederzeit an ihrer Musik arbeiten zu können, wenn sie Lust dazu verspĂŒrten. Dry the River haben sich 2009 zusammengetan, um wirklich spannungsreiche Musik zu machen. Was nicht schwer war, kommen die Jungs doch aus komplett unterschiedlichen musikalischen Richtungen: Peter Liddle ist Singer/Songwriter in der Tradition von Leonard Cohen und Suzanne Vega, Jon Warren ist Punk-Schlagzeuger, war einst obdachlos und trommelte in etlichen DIY-Bands, William Harvey hat eine Ausbildung zum klassischen Violinisten hinter sich, und was Matthew Taylor und Scott Miller schon alles gespielt haben, können wir gar nicht zusammenfassen. Das alles schichtet sich bei Dry the River zu imposanten Soundgewölben auf.

Der gebĂŒrtige Norweger Lidell singt mit seiner eindringlichen Stimme seine bilderreichen Lyrics, das Schlagzeug hĂ€mmert sich langsam ins Hirn, und langsam steigert sich jedes StĂŒck zu einem Gewitter, zu einem Regen von Tönen. Schon die EP „The Chambers & The Valves“ versprach nichts weniger als eine musikalische Sensation. Kein Wunder, dass die Band sofort den Weg nach Glastonbury fand, auf der SXSW zu einem der herausragenden Acts wurde, dass die BBC sie zum „Sound of 2012“-Artist erkor. Auch bei uns machten Dry the River schon mĂ€chtig Eindruck, sei es beim Haldern und beim Reeperbahn Festival, sei es bei der absolut hinreißenden, exklusiven Clubshow im Februar in Hamburg. Diese Band live ihre Platte prĂ€sentieren zu hören gehört schon jetzt zu den musikalischen Höhepunkten des Jahres. Die nĂ€chste Gelegenheit dazu bietet sich am 15. Mai im Berliner Magnet Club.

 

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